Ort: Weltweit / Lünen
Datum: jederzeit /​31.​01.​2016
Preis: kostenlos / 8,​70€
Dauer: unbegrenzt /​ca. 2 Stunden

Ja, ich fange mal mit dem Geocaching an. Eigentlich ein mittlerweile relativ weit verbreitetes und bekanntes Hobby, was nun nicht so besonders ist.

Für alle Nicht-Geocacher fasse ich es mal in wenigen Sätzen zusammen:
Schnitzeljagd mit GPS und Internet. Fertig.
Okay, ein wenig umfangreicher darf es dann doch sein. Man benötigt ein GPS-fähiges Gerät (die meisten Smartphones reichen), einen kostenfreien Account auf einer Geocaching-Website (am umfangreichsten ist natürlich geocaching.​com) und im Prinzip kann es dann schon losgehen.
GPS-Koordinaten eingeben und ab in die Natur. Bestmöglich hat man eine App, die das Ganze ein wenig erleichtert, aber streng genommen ist es auch mit Google Maps möglich.
Wer mehr wissen will, kann sich natürlich gern auf geocaching.​com weitere Infos holen, damit soll der Leser, der es bereits kennt, nun aber nicht weiter behelligt werden.

Was heute so besonders war? Nunja, ich habe heute an meinem ersten Cacher-Treffen (oder in der Fachsprache: Event) teilgenommen und konnte endlich mal ein paar Gesichter hinter den vielen Nicknamen kennenlernen.
Zugegeben, auch das ist sicherlich für viele noch nicht so spannend, aber die Location war ein wenig besonders:

Gefrühstückt wurde bei „pane d‘ amare“ in Lünen. Früher war hier ein Autohaus angesiedelt, seit einigen Jahren befindet sich hier Gastronomie.
Wer jetzt den „typischen“ Bäcker an der Straßenecke erwartet, hat weit gefehlt. Wer die ebenfalls recht bekannten Bäckerei-Cafés kennt, wird ebenfalls eines Besseren belehrt.

Neben den normalen Broten und Brötchen, Frühstück und Kuchen bekommt man hier einfach liebevoll und vor allem vor Ort hergestellte Ware angeboten. Das „amare“ im Namen ist nicht verkehrt, weil man schon das Gefühl bekommt, dass hier mit Liebe zum Detail gearbeitet wird.
Das rustikale Brot, auf dem dann bei meinem Nachbarn Rührei und Wurst (oder war es Schinken?​) zu finden waren, war auf einem ebenso rustikalen Holzbrett gereicht worden, in den Kaffeebechern könnte man problemlos auch ein Pils servieren (ja, die waren echt groß!​). Wenn man nicht nur ein bereits fertig belegtes Brot haben wollte, dann gab es die Möglichkeit, beim Buffet so viel zu essen, wie man mochte.

Geschmacklich war es wunderbar. Frisch, knackig und weit weg von dem, was man bei manchen Bäckereien neben der Schiebetür im Supermarkt erhalten kann.
Aber, wenn wir schon bei „Supermarkt“ sind: da ich kein Ei esse, kann ich nicht beurteilen, wie üblich es ist, allerdings wurde das Rührei aus dem Tetra-Pak genommen. Ich glaube, dies ist das einzige Manko, was ich erkennen konnte. Ob das am Ende wirklich einen Minuspunkt gibt oder ob das tatsächlich gängige Praxis ist, können Andere besser beurteilen, daher will ich das nicht in die Wertung aufnehmen.

Die Preise für Kaffee und Kaffeespezialitäten waren okay und sogar recht günstig, das Frühstück war – gemessen an „all you can eat“ – ebenfalls relativ günstig, wer hier nur 1 oder 2 Brötchen isst, käme einzeln vielleicht woanders günstiger davon.

Mein Favorit heute war das Brot mit Tomate, roten Zwiebeln und Schnittlauch. Aber auch die anderen Brötchen waren echt gut.

Platz bietet das „pane d‘ amare“ reichlich, zum Event-Cache kamen ca. 50 Besucher, damit war etwa 2/​3 belegt. Es standen sowohl normale Tische und Stühle (in verschiedenen Größen) wie auch Lounge-ähnliche Sitzmöglichkeiten (flache Tische und breite Lederbänke) zur Auswahl. Mein Favorit wurde die gemütliche Lederbank, das lud doch zum geselligen Reden geradezu ein.

Insgesamt ein Frühstück, dass zwar mit knapp 9€ nicht das Günstigste war, allerdings auch das Beste, was ich seit Langem irgendwo außer Haus zu mir genommen habe.

Anschließend ging es dem etwas widrigen Wetter zum Trotz noch in die Natur, geocachen.

Geocachen und das „pane d‘ amare“
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