Ort: Bochum
Datum: 22.06.2016
Preis: 7,70€
Dauer: ca. 2 Stunden
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Mit einer großen Gruppe Kinofreunde ging es heute in das UCI in Bochum, um den neuen Film mit „The Rock“ oder, wie man immer mehr liest, Dwayne Johnson zu gucken.

Wer kurz quer durch die Filmographie von Dwayne Johnson denkt, stellt schnell fest, dass alle Filme entweder viel Action (und ein wenig Comedy) oder viel Comedy (und ein wenig Action) oder beides beinhalten. Mit Kevin Hart an der Seite sollte somit der Faktor eher in Richtung Comedy gehen, mit dennoch einem nicht verachtlichen Anteil Action!

Mit dieser Grundhaltung betraten wir das Kino und nach einer gemütlichen Gesprächsrunde vor Filmbeginn nahmen wir in der Loge Platz. Zu den (sicherlich günstigen) 7,70€ für die Karten kamen noch 0,70€ Reservierungsgebühr, da es bei einer so großen Gruppe nicht sinnvoll gewesen wäre, die Karten im Voraus komplett zu kaufen. Aber auch für 8,40€ sollte im Laufe des Abends ausreichend geboten werden!

Ein wenig verwöhnt von den werbefreien Leinwänden in Lünen, war der Vorspann aus Werbung und Trailern unendlich lang. Zumindest gefühlt. Ob die Vorfreude und Spannung ihren Anteil dazu beigetragen hat, lasse ich mal offen im Raum stehen.

Vorhang auf und die erste Szene ist die aus den Trailern wohl markanteste Szene: Der dicke Robbie Weirdicht (Dwayne Johnson) landet splitternackt in der Turnhalle, in welcher der gesamte Abschlussjahrgang 1996 der High-School seinem Stufensprecher und Idol Calvin Joyner (Kevin Hart) lauscht. Peinlich berührt und mit der Jacke von Calvin bedeckt, verlässt Robbie die Halle und auch die Schule.

20 Jahre später ist aus dem zur Schulzeit gelobten und mit besten Karriere-Aussichten verabschiedeten Calvin ein Buchhalter geworden, der seine berufliche Situation als Abstieg sieht und der trotz seiner hübschen Frau (sie sind seit High-School-Zeiten ein Paar) mit seinem Leben unzufrieden ist.

Als dann plötzlich Robbie auftaucht und Calvin in CIA-Angelegenheiten verwickelt, entstehen wilde Verfolgungsjagden, Versteckspiele und raue Prügeleien und Schießereien.
Beide, Robbie und Calvin, sind plötzlich von der CIA gejagt und Calvin weiß schon bald nicht mehr, wem er glauben und vertrauen soll. Als seine Ehe aufgrund seines Verhaltens auch noch zu scheitern droht, muss Calvin sein Leben, seine Ehe und seine Prioritäten neu kennen lernen und sortieren.

Unfreiwillig greift ihm dabei Robbie unter die Arme, der zwischen all dem Schlamassel, das er hervorruft, offenbar ein Händchen für Calvins Beziehungsleben zu haben scheint. Und da ist auch noch die Tatsache, dass Robbie in Calvin seinen einzigen und gleichzeitig somit besten Freund sieht, den er bedingungslos bewundert und für den er im Zweifelsfall Kopf und Kragen riskiert.

Doch je weiter sich Robbie und Calvin der Verfolgung durch die CIA ausgesetzt sehen, umso schwieriger wird es für Calvin, mit den vielen Eindrücken und Verschwörungstheorien umzugehen. Es endet, wie es enden muss: Calvins Loyalität wird auf die Probe gestellt und er merkt, wem er wirklich vertrauen kann – Robbie.

Als es dann aber im entscheidenden Augenblick den Anschein hat, als würde Robbie ein falsches Spiel spielen, wendet sich das Blatt erneut und Calvin muss endgültig erkennen, wie leichtgläubig er gewesen ist.
Doch es wäre kein Film aus Hollywood, wenn es nicht ein Happy End geben würde. Und da wartet auch noch eine Überraschung auf Robbie!

Insgesamt ist es ein Film, der untermalt mit sehr viel Humor und ausreichend Action die Message mitbringt, dass wirkliche Freundschaften auf bedingungsloses Vertrauen basieren. Eine Tatsache, die sicherlich auch gesellschaftskritisch einzuordnen ist, da diese Wertschätzung oftmals zu kurz kommt. Drum herum wurde ein Film kreiert, der typisch zu Johnson und Hart passt.

Ein absolutes Muss für jeden Fan von Dwayne Johnson und Kevin Hart, der sicherlich beste Kinofilm im ersten Halbjahr 2016 im Bereich Actionkomödie und 2 Stunden harte Beanspruchung für die Lachmuskeln.
Selbstverständlich ist die Story kein Wunderwerk, obwohl zahlreiche Wendungen durchaus Spannung erzeugen. Dennoch wird diese zwischen den vielen Action-Sequenzen und Lachern schlichtweg ein wenig übergangen. Trotzdem ein Film mit der Eigenschaft „absolut sehenswert“, sofern die vorgenannten Kriterien die Erwartungshaltung erfüllen.

Zufriedene Gesichter im UCI Bochum nach Central Intelligence
Zufriedene Gesichter im UCI Bochum nach Central Intelligence
Kino – Central Intelligence
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2 Gedanken zu „Kino – Central Intelligence

  • Hallo Kai,
    so oft wie du gehe ich natürlich nicht ins Kino. Und eigentlich mag ich Actionfilme nur bedingt. Aber wenn ich das Foto so sehe und wenn tatsächlich auch die Kinogänger älteren Semesters zufrieden waren, dann ist das durchaus ein Grund für mich, diesen Film anzusehen.
    Aber lohnt sich dafür Kino wirklich? Oder kann man auch warten, bis er dann als Stream oder BluRay erhältlich ist?
    Alles Gute,
    Friedrich

    1. Hallo Friedrich,
      ich habe nun mal in der Runde gefragt, mit der ich im Kino war und wir sind uns relativ einig, dass sich Kino durchaus lohnt. Gerade die Action-Sequenzen machen im Kino deutlich mehr her als auf einem heimischen Fernseher.
      Ansonsten freue ich mich, dass ich dich dazu bewegen konnte, den Film zu schauen!
      Gruß Kai

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