Ort: Bottrop
Datum: 20.08.2016
Preis: 22,00€
Preis mit Ruhr.Topcard: 11,00€
Dauer: 100 Minuten
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Nach der Abfahrt auf der Sommerrodelbahn ging es ins benachbarte Grusellabyrinth.

Dies ist in einer große Halle im ehemaligen Bergwerg Prosper Haniel angelegt worden und eine derzeit noch einmalige Attraktion, die allerdings noch laufend verbessert und angepasst wird.

Der Eingang ins Gruseln
Der Eingang ins Gruseln

Unmittelbar neben dem Malakoffturm gelegen, bietet das Grusellabyrinth schon beim Befahren des Parkplatzes ein imposantes Bild, gleichermaßen mit dem historischen Hintergrund des Geländes wie auch den neu installierten Objekten am Eingang.
So entsteht eine Mischung aus Kulturgut und Lost-Place-Gefühl, wobei letzteres natürlich der Location zugute kommt.

 

Gevatter Tod
Gevatter Tod

Schon vor dem Betreten wurden wir von Gevatter Tod begrüßt, der in einem späteren Gespräch nach dem Besuch liebevoll „Helmut“ genannt wurde. Trotz aller Versuche, ihm ein gesprochenes Wort zu entlocken, blieb er stets stumm und das einzige, was von ihm zu hören war, war das Kratzen seiner Sense über den Steinboden.

An der Kasse und den Verkaufsständen wurden wir von Kobolden begrüßt, die passend zum Umfeld den Eintritt in „Goldstücken“ haben wollten und wir bekamen den Rat, vor dem Eintritt ins Labyrinth noch einmal für Königs-Kobolde zu gehen.
Auf dem Gang dort findet sich dann eine Reihe aller beschäftigten Kobolde, jeder mit Bild und seinem individuellen Namen – sehr schön gemacht!

Igor
Igor

Danach nahm uns „Igor“ in Empfang, er regelte den Einlass, kontrollierte die Tickets und war somit der erste Teil unserer Reise.

Nachdem wir dann endlich „im“ Labyrinth waren, tauchten wir ein in eine Welt von Mystik, Magie, Theater, Grusel und vor allem: Dunkelheit.
Wenn man das Grusellabyrinth bildlich beschreiben will, kann man sich am besten vorstellen, wie man aus einem düsteren Märchenbuch vorgelesen bekommt und sich plötzlich inmitten der Geschichte wiederfindet.

In Gruppen von 20-25 Personen beginnt dann jeweils die Vorführung, in denen man durch die einzelnen Räume, Labyrinthe und Aufgaben geführt wird. Aufgaben? Ja, Aufgaben!
Der vermeintliche „Zuschauer“ ist nicht nur Zuschauer, sondern wird in das Geschehen mit eingebunden.

Immer wieder gilt es, den finsteren Gestalten zu entkommen, sich (nicht) erschrecken zu lassen und dem eigentlichen Storyboard zum Happy End zu folgen.

Insgesamt erlebten wir eine schaurig-schöne Vorstellung, begleitet von vielen Darstellern, denen man die Liebe zum Detail anmerkte. Auch die eigentlichen Räume und Labyrinthe waren detailreich gearbeitet und taten ihren Teil zum tollen Erlebnis bei. Einziges Manko an dem Tag war die Temperatur. Inmitten der Showräume war es recht warm und mitunter ein wenig stickig, was sicherlich der Tatsache zuzuschreiben war, dass es an dem Tag relativ voll war und somit auch viele Menschen die in sich geschlossenen Räume mit viel Wärme versorgten.

Wer vom Grusellabyrinth einen „Horror-Schocker“ erwartet, wird sicherlich enttäuscht sein, denn das Mindestalter ist sicher nicht umsonst mit 8 Jahren angegeben. Insgesamt ist es oftmals mehr „erschrecken“ und das Spielen mit der Dunkelheit als wirklich etwas, wovor man sich fürchten muss. Ein bisschen wie die Geisterbahn auf der Kirmes, nur zum selbst laufen, viel interaktiver und sehr viel liebevoller im Detail.

Noch ein aufwändig geschminkter Charakter
Aufwändig geschminkte Charaktere überall

Im Gespräch nach unserem Besuch erfuhren wir noch, dass zu den Halloween-Spielzeiten noch weitere Attraktionen um das Labyrinth herum geplant sind, sowohl drinnen wir auch draußen, hier lohnt sich also eine Wiederkehr, auch wenn man die Vorstellung schon einmal mitgemacht hat. Auch wurde uns nahegelegt, dass aufgrund der wechselnden Besetzung (parallel finden mehrere Shows statt, die jeweils eigene Darsteller haben) jeder Besuch ein wenig anders verlaufen kann, außerdem entwickelt sich das Labyrinth und die Show laufend weiter. Also kein Erlebnis, das man nur einmalig genießen kann.

Grusellabyrinth NRW
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