Da ist es, das neue Flagschiff von Samsung!

 

Es ist Samstag, der 05.03.2016 und DHL klingelt.
Der Postbote kommt rauf und kurz darauf ist der Karton ausgepackt und das Handy macht einen ersten, guten Eindruck.

Groß ist es, aber es liegt gut in der Hand. Dunkel ist es. Während das „schwarze“ Galaxy S6 Edge noch deutlich blau schimmerte und von „schwarz“ nicht annähernd etwas zu sehen war, ist das S7 Edge schwarz. Dunkel schwarz.

Das mitgelieferte Zubehör entspricht auch den üblichen Beigaben. Oh halt! Doch nicht!
Ein Adapter ist beigelegt. Der „USB Connector“ wandelt den Micro-USB-Anschluss eines Smartphones in einen USB-Anschluss, was bei der Datenübertragung vom alten aufs neue Handy einen immensen Zeitbonus mit sich bringt.

Apps, Bilder, Videos, Kontakte, alles wurde binnen weniger Minuten vom alten aufs neue Handy kopiert. Auch das Hintergrundbild sowie das Bild des Sperrbildschirms wurden übernommen. Nicht aber die Themes.

Warum das nicht funktioniert, konnte ich auch bei Google nicht so schnell entdecken. Auch eine Lösung des Problems konnte ich nicht auffinden. Sei es drum. Das „Look and Feel“ des S6 ist damit zwar ein wenig reduziert, aber auch an die nun wieder deutlich buntere Optik auf dem S7 gewöhnt man sich ja schnell.

Nun gilt es, die ganzen Apps auch wieder mit Account-Daten zu füllen und ein paar Tage lang zu beobachten, wie gut sich das S7 Edge in der Praxis zeigt.

Da die Größe zwar nur in Millimetern, aber im Vergleich zum S6 Edge eben merkbar zugenommen hat, ist das Feature der „einhändigen Benutzung“ sehr komfortabel. Hier kann über dreifaches Betätigen des Homebuttons der Screen verkleinert werden, so dass dann doch der Daumen zur Bedienung ausreicht. Und auch ein verkleinern der Tastatur auf Erreichbarkeit mit dem Daumen ist für Rechts- und Linkshänder über dieses Feature gegeben.
Leider habe ich bisher noch nicht herausgefunden, wie sich insbesondere die Tastatur per Geste oder Shortcut wieder auf die ursprüngliche Größe bringen lässt. Dies in den Einstellungen jedes Mal zu ändern, ist natürlich ein Aufwand, der in keinem Vergleich zum Nutzen der einhändigen Benutzbarkeit steht.

Updates zur Performance des S7 Edge folgen natürlich bald!

 

Update 1, 09.03.2016:

Mehr als zwei Tage hat das S7 Edge nun den Alltagstest mitgemacht. Erstes Fazit: Der Akku kann was!
Wo das S6 Edge abends oder nach intensiver Nutzung schon mal den Bedarf nach Energiezufuhr meldete, sagt das S7: „Da geht noch was!“

Sicherlich liegt das an zahlreichen Spielereien, die mit an Board sind. So ist das Display – wenn gewünscht – doch wirklich SEHR dunkel.

An den zwei meistbesuchten Orten können nun automatisch bestimmte Einstellungen übernommen werden. Erreiche ich beispielsweise meine Arbeit (Erkennung über WLAN oder GPS), wird das Telefon automatisch stumm geschaltet. Der Vorteil: Der Griff, um Vibration auszuschalten, entfällt. Der Nachteil: Um WLAN oder GPS zu nutzen, wird seinerseits Strom benötigt.
Und dieses Feature bietet in der Praxis auch ein paar Lücken: Zuhause und auf der Arbeit benötige ich im Normalfall kein Bluetooth. Im Auto für die Freisprecheinrichtung aber schon.
Die Funktion „Bluetooth ausschalten“ aber mit „zuhause“ oder „Arbeit“ zu koppeln bringt jedoch mit sich, dass beim Erreichen von einem bestimmten Umkreis um diese Orte das Bluetooth ausgeht. Auch, wenn ich darüber gerade im Auto telefoniere. Schade, hier wäre vielleicht mehr möglich gewesen.
Auch reicht es auf der Arbeit nicht, dass das Handy ein WLAN „erkennt“, sondern es muss tatsächlich eingeloggt sein.

Über die ortsspezifische Änderung einiger Einstellungen hinaus bietet das Gerät aber auch in der Edge-Konfiguration bis zu vier vorher wählbare Apps, die anhand des Standorts quasi per „Schnellwahl“ zur Verfügung stehen können.

Neben den bis zu 10 Apps, die auf dem Seitenbildschirm generell nun als Favorit abgelegt werden können, kann man hier ein wenig die Bedürfnisse anpassen. Zuhause beispielsweise sind die Apps für Fernbedienung eher praktisch, unterwegs benötige ich eher die App, die meinen Festplattenrecorder programmiert.

Der Umgang mit diesem Feature fühlt sich noch nicht ganz so vertraut an, ich denke aber, dass sich das in naher Zukunft ändern wird.

 

Update 2, 11.03.2016:

Nun hat auch das „Zubehör“ seinen Platz am S7 Edge gefunden.
Bei den Displayfolien habe ich mich für „vau“ entschieden. Während für frühere Smartphones ohne Edge meine Folien immer von „mumbi“ waren, sind deren Folien nur für die Hauptfläche des Telefons vorgesehen und decken die Ränder nicht ab.
Also wurden es die Folien von vau.

Wie fast alle Folien wurden diese mit einem Reinigungstuch, einem Rakel und der Bedienungsanleitung geliefert, insgesamt sind 6 Folien enthalten.

Das Folieren klappt nach ein paar Jahren Erfahrung ganz gut, auch die Haftung an den Edges ist sehr gut. Zumindest fast.

Denn heute kam das Cover. Hier habe ich erstmalig ein originales Cover von Samsung verwendet. Für das S6 Edge hatte ich eine Hülle aus dem Ausland mitgebracht, diese war nicht schlecht, aber auch nicht vollends zufriedenstellend.

Also gibt es nun ein Cover von Samsung. Das Clear Cover. Aufgrund der Edges wird auch dieses Cover nur über die Ecken geclipst, an den Seiten schließt das Cover bündig zum Aluminiumgehäuse ab, die Tasten für Lautstärke und Ein/Aus sind ausgeschnitten. Der Rand ist chromfarben, die Rückseite durchsichtig, schimmert aber leicht. Werkseitig ist die Rückseite ebenfalls bereits mit einer Folie versehen, was man insbesondere am unteren Rand ein wenig fühlt, da es hier eine ganz leichte Kante gibt.

Aber zurück zum kleinen „Problemchen“ mit der Displayfolie. Wie erwähnt, reicht diese bis zum Rand, wo nun aber an den Ecken das Cover angesetzt wird. Und in einer Ecke sorgte das Cover dafür, dass die Folie sich ablöste und hochdrückte. Es war ein wenig Feinarbeit, das Handy so in das Cover zu drücken, dass diese Ecke bereits unter dem Cover war, bevor durch das Einclipsen die Folie an der Kante ihre Haftung verlor.

Diese Feinarbeit wird wahrscheinlich ein Grund sein, warum das Cover nur dann wirklich abgenommen wird, wenn Reinigung ansteht. Jedes Mal mehrfach ansetzen und gegebenenfalls die Folie beschädigen ist dann doch zuviel Arbeit.

Das Cover jedoch ist sehr stylisch und unterstreicht die hochwertige Silhouette des S7 Edge. Zusätzlich reduziert das Cover etwas die Problematik, dass die Finger am Rand gern das Display berühren und somit ungewollt eine Aktion auslösen.

 

Update 3, 15.03.2016:

So wirklich hat die Folie dann doch nicht mit dem Cover harmoniert. Bereits am ersten Abend drückte das Cover gegen die Folie und diese löste sich an den oberen beiden Ecken ein wenig ab.

Über das Wochenende verschlechterte sich das Ganze dann noch ein wenig und die Ecken oben links und rechts waren bereits rund 1cm am Rand gelöst.

Der Versuch, eine der 6 Folien aus der Bestellung oben an den Ecken anzupassen, funktionierte bis zum Ablösen der Folie noch recht gut. Leider sammelte sich dann beim Anbringen Staub auf der Folie. Der Tip, diesen mit lauwarmem Wasser abzuwaschen, schlug leider fehl, denn der Staub haftete hartnäckig auf der Folie.

Sicherlich werde ich einen zweiten Versuch wagen, um eine Folie auf das Display zu bekommen. Leider ist nicht ersichtlich, warum genau die Folie vom Cover nun gedrückt wird, denn auf den ersten Blick scheint es keine Berührung zwischen Cover und Glas zu geben und auch der Abstand von Cover und Glas scheint ausreichend „breit“ genug für die Folie. Aber „scheint“ reicht in diesem Fall wohl leider nicht aus.

Neben den negativen Eindrücken von Cover und Folie punktete das S7 Edge am Wochenende mit seiner Kamera.
Anders als beim S6 Edge bringt das S7 mit der Serienaufnahme von Fotos gleich bis zu 100 Bilder mit, was natürlich noch viel mehr Bewegung einfängt und viel mehr Auswahl für ein tolles Foto bietet. Dieses bewertet das S7 Edge dann direkt mit, indem es im Thumbnail des Fotos eine Krone einblendet.
Ob dies auch nach persönlichen Vorlieben immer noch das „beste“ Foto ist, kann jeder selbst entscheiden, qualitativ ist es bei den Tests auf jeden Fall immer vorn oder ganz vorn dabei gewesen.

Auch Fotos mit weniger Umgebungshelligkeit hat das S7 Edge deutlich besser drauf, als sein Vorgänger. Hier merkt man den technischen Fortschritt deutlich.

Natürlich, das S7 Edge ist keine Spiegelreflexkamera und hat auch nicht den Anspruch, einer solchen Kamera Konkurrenz zu machen. Aber für „das Bild zwischendurch“ oder „einen Moment im Bild festhalten“ ist das S7 schon deutlich mehr, als man haben müsste.

Die zahlreichen Modi, die Einstellungsmöglichkeiten im Pro-Modus und auch die Nachbearbeitung von Bildern direkt am Handy (Overlays, Effekte, etc.) bieten ein großes Spektrum an Möglichkeiten, um tolle Fotos zu machen, die dem normalen Anspruch eines Nutzers mehr als gerecht werden sollten.

 

Update 4, 30.03.2016:

In der vergangenen Woche – leider war ich zeitgleich in Wien – traf die Gear VR ein. Eine „Erweiterung“ für das Galaxy S7 Edge, eine Brille, mit der sich eine virtuelle Realität (VR = Virtual Reality) simulieren lässt.

Fotos, Videos, Spiele in 360°-Ansicht. Das Telefon fängt dabei die Bewegungen des Kopfs ab und man hat das Gefühl, wirklich in einem virtuellen Raum zu stehen. Ein sicherlich cooles Erlebnis!!

Die Möglichkeiten sind – aktuell – noch recht begrenzt, denn Inhalte gibt es noch nicht allzu viele, das meiste sind einfache Spiele. Steigt nun der Absatz der VR-Brillen (nicht explizit fürs Handy, sondern allgemein), sind natürlich mehr und auch bessere Inhalte zu erwarten.

Ein bisschen schwer(mütig) ist der Umgang mit der Brille im wahrsten Sinne des Wortes, denn nach der Installation (das Handy benötigt doch einiges an Software) und einem Tutorial, das zeigt, wie man mit der Brille navigiert, etc., merkt man dann doch relativ bald, wieviel Gewicht mit dieser Brille auf der Nase lastet.

Wer aus den Kinos die 3D-Shutter-Brillen kennt, hat einen ähnlichen Eindruck, nur wiegt die Gear VR (auch, weil natürlich ganz vorn das Handy mit seinem Gewicht lastet) noch deutlich mehr. Wer also stundenlang mit der VR in künstliche Welten abtauchen möchte, benötigt einiges an Belastbarkeit oder ein gewisses Training, um dem geringen Tragekomfort der Gear VR gerecht zu werden.

Spaß macht die VR aber in jedem Fall!

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